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Vom 2. bis 30. November bleibt das Jüdische Museum Berlin aufgrund der Corona-Beschränkungen geschlossen.

Theaterpädagogik. Methoden und Ansätze für Pädagog*innen in Schule und Museum

Dokumentation der Arbeitsgruppe

Die Theaterpädagogik bietet Lehrkräften und Museumspädagog*innen Methoden, die weit über das Unterrichtsfach »Darstellendes Spiel« oder eine Theateraufführung hinausgehen.

Der Workshop schuf Einblicke in die Kooperation zwischen dem Jüdischen Museum Berlin und der Universität der Künste und in die Theaterarbeit dreier Berliner Schulen und veranschaulichte somit theaterpädagogische Ansätze für Schule und Museum. Im Anschluss tauschten sich die Teilnehmer*innen über Chancen, Ansprüche und Herausforderungen in der praktischen Arbeit mit einer heterogenen Schülerschaft aus.

Die Arbeitsgruppe moderierte Dr. Diana Dressel, Jüdisches Museum Berlin, unter Mitwirkung von

Zur Kooperation zwischen dem Jüdischen Museum Berlin und der Universität der Künste von Laura Söllner

Studierende des zweiten Jahres des Masterstudiengangs Theaterpädagogik haben aus der Broschüre »VielSeitig«, die die Bildungsabteilung des Jüdischen Museums Berlin zum Thema Vielfalt in Kinder- und Jugendliteratur zusammengestellt hat, folgende sechs Bücher ausgewählt:

  • Farideh Chalatbarie/Bahar Achavan: Der Schakal am Hof des Löwen. Eine moderne iranische Fabel
  • Shaun Tan: Ein neues Land, Graphic Novel
  • Mirjam Pressler: Nathan und seine Kinder, Roman
  • Paula Bulling: Im Land der Frühaufsteher, Graphic Novel
  • Monika Helfer und Michael Kölmeier: Rosie und der Urgroßvater, Roman
  • Alexandra Maxeiner mit Illustrationen von Anke Kuhl: Alles Familie, Bilderbuch

Zu jedem Buch, ob Bilderbuch, Roman oder Graphic Novel, wurde ein eintägiger Workshop entwickelt. So entstanden sechs Angebote entsprechend der Zielgruppe und des Buchgenres mit unterschiedlichen theaterpädagogischen Methoden: kreatives Schreiben, szenisches Lesen, Objekttheater, Arbeit mit Kostümen und anderen Spielformaten. Die Workshops wurden im November und Dezember 2013 mit verschiedenen Schulklassen, angehenden Erzieher*innen und Lehrer*innen durchgeführt.

Das Theaterprofil an der Refik-Veseli-Schule in Berlin Kreuzberg von Anja Scheffer

Die Refik-Veseli-Schule ist eine Sekundarschule mitten in Berlin-Kreuzberg, bislang ohne Abiturzweig. Der Prozentsatz an Förderschüler*innen und Schüler*innen, die sprachliche Unterstützung benötigen, ist sehr hoch.

Im Rahmen des Programms »Kulturagenten für kreative Schulen« und basierend auf den beiden Säulen der Schule, Duales Lernen und Sprachbildung, haben Silke Ballath (Kulturagentin) und Anja Scheffer (Schauspielerin und Regisseurin) das Theaterprofil gemeinsam mit der Schule entwickelt:

  • Schauspiel: Sprache, Textentwicklung, szenische Arbeit, Theaterimprovisation und
  • Bühnen- und Kostümbild: Entwurf, Handwerk, Design.

Im Frühjahr 2013 starteten wir mit einem vierwöchigen Pilotprojekt in einer 7. Klasse. Gemeinsam mit dem Bühnen- und Kostümbildner Hendrik Scheel und den beiden Klassenlehrer*innen entwickelten wir das Konzept. Wir spielten mit den Kindern Theater, entwarfen die Kostüme und bauten das Bühnenbild.

Mittlerweile findet das Projekt jedes Jahr am Anfang der 7. Klasse statt (vier Wochen) und dann noch mal in der 8. und 9. Klasse (je zwei Wochen). Die 7. Klasse spielt das Stück für die Schule, die Eltern und die umliegenden Grundschulen.

Konzept und Ablauf des Projektes

Vorbereitung: Die Künstler*innen bereiten den Raum vor, meistens als »White Cube«, die Wände sind mit Papier ausgeschlagenen. Gemeinsam mit den Lehrer*innen werden Themenauswahl, Konzept und Arbeitsaufgaben entwickelt.

Einmal pro Woche findet eine Teamsitzung (Künstler*innen, Lehrer*innen) statt. Die Schüler*innen durchlaufen alle Arbeitsphasen in wechselnden Gruppen und präsentieren sich immer am Ende der Probe gegenseitig ihre Arbeitsergebnisse. Wöchentlich kommen die Theaterpat*innen, Schüler*innen aus den höheren Klassen, die das Projekt schon durchlaufen haben, dazu und geben Feedback.

  1. Woche
    • Bühnenbild: Raum ausmessen, Modell bauen, Fotoshooting, erste gezeichnete Entwürfe
    • Spiel: Improvisationstraining, Nonverbales Spiel, Chorsprechen, Textrecherche mit Büchern und Internet, Texte lernen
  2. Woche
    • Bühnenbild: Figurenfindung mit Photoshop, Figurenzeichnung, Modellentwurf, Bühne, Entwürfe Figuren
    • Spiel: Gruppentraining, Einzeltraining, Szenenentwürfe, Chorszenen, Gruppenszenen
  3. Woche
    • Bühnenbild: Bühnenbau, Kostümbild
    • Spiel: Solotexte, tägliches Chor- sowie Improvisationstraining, Einzelproben, Szenenentwicklung
  4. Woche
    • Endproben (alle gemeinsam): Bühnenbau, Licht, Ton, Kostümbild, Durchlaufproben des ganzen Stückes
    • Premiere: Gegen Ende der vierten Woche findet die Premiere statt mit allen Ritualen, die am Theater üblich sind: Maske, Kostüm, Premierenfeier, Blumen, die von den Pat*innen überreicht werden

Ansprechpartnerin

Diana Dressel
Leiterin der Bildungsabteilung
T +49 (0)30 259 93 515
d.dressel@jmberlin.de

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Tagungsdokumentation: Schule und Museum in der Migrationsgesellschaft (19)

Schule und Museum in der Migrationsgesellschaft

Die einzelnen Panels der Tagung am 13. und 14. Oktober 2014 sind hier dokumentiert.

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Marginalisierte Biografien: Lebensgeschichten von Juden und Roma und Sinti in der Bildungsarbeit

Arbeitsgruppe mit Steffen Jost (Max Mannheimer Studienzentrum, Dachau) und Katharina Obens (Dipl.-Psychologin, Lernkultur – Institut für Bildungsforschung und Evaluation), moderiert von Ulrike Wagner (Universität Leipzig)

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Vielfalt durch Beteiligung

Arbeitsgruppe mit Karin Schreibeis (Serviceagentur Ganztägig Lernen/Deutsche Kinder- und Jugendstiftung) und Sandra Christall (Sozialpädagogin an der Hermann-Hesse-Oberschule, Berlin), moderiert von Andrea Blaneck (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung)

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Biografiearbeit als Beitrag zur kulturellen Öffnung

Arbeitsgruppe mit Franziska Bogdanov (Jüdisches Museum Berlin), Beate Klammt (Bildungsreferentin, ehemals Anne Frank Zentrum), Rainer Brieske (Albrecht-Dürer-Gymnasium, Berlin) und Michael Merbitz (B.-Traven-Oberschule, Berlin), moderiert von Sarah Hiron (Jüdisches Museum Berlin)

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Zwischen Identifikation und Außenwahrnehmung: Was macht Schule aus?

Arbeitsgruppe mit Inputs von Heinrich Meise (Refik-Veseli-Sekundarschule, Berlin), Markus Schega und Dr. Michael Senn (Nürtingen Grundschule, Berlin) und Friedhelm Botsch (Hermann-Hesse-Schule, Berlin), moderiert von Meral El (Jüdisches Museum Berlin)

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»Wir wollen etwas verändern – aber nur in Begleitung!«

Arbeitsgruppe mit einem Input von Andrea Blaneck, moderiert von Marlous Behrendt (beide: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Berlin)

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Differenzfreundlich und diskriminierungskritisch – Anforderungen an Bildungsinstitutionen in der Migrationsgesellschaft

Impulsreferat von Prof. Dr. Paul Mecheril (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) mit anschließendem Gespräch, geleitet von Dr. Anja Durdel (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung)

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Wie können Politik und Gesellschaft die interkulturelle Öffnung von Schulen unterstützen?

Podiumsdiskussion mit Özcan Mutlu (MdB für Bündnis 90/Die Grünen), Evelin Lubig-Fohsel (Landesausschuss für Migration, Diversität und Antidiskriminierung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft), André Barth (Ernst-Schering-Oberschule, Berlin) und Dr. Diana Dressel (Jüdisches Museum Berlin), modieriert von Dr. Nkechi Madubuko (Moderatorin und Autorin, Marburg)

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Diversität in der Jugendliteratur

Arbeitsgruppe mit Impulsen von André Barth (Ernst-Schering-Oberschule, Berlin), Ulrich Hipler (B.-Traven-Oberschule, Berlin) und Nina Wilkens (Jüdisches Museum Berlin)

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Historisches Lernen in der Migrationsgesellschaft

Arbeitsgruppe mit Inputs von Dr. Elke Gryglewski (Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin), Selman Erkovan (Bildungsreferent, Berlin) und Fabian Schnedler (Jüdisches Museum Berlin), moderiert von Ulrike Wagner (Universität Leipzig)

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Ausstellungen werden von Museen gemacht, oder?

Arbeitsgruppe mit Petra Zwaka (Jugend Museum Berlin), Silvia Linnenbürger (B.-Traven-Oberschule, Berlin) und Jutta Dücker (Ernst-Schering-Oberschule, Berlin), moderiert von Dr. Diana Dressel (Jüdisches Museum Berlin)

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Möglichkeiten, Herausforderungen und Ansätze zur gelingenden Kooperation zwischen Schulen und Museum

Weltcafé, moderiert von Jutta Weimar (Großgruppenmoderatorin und Prozessbegleiterin, Berlin)

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Annäherung aus drei Perspektiven

Podiumsdiskussion mit Zahide Doğaç (Lehrerin und Interkulturelle Koordinatorin, Hamburg), Ibrahim Gülnar (Mobiles Beratungsteam »Ostkreuz«, Berlin) und Leontine Meijer-van Mensch (Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin), moderiert von Dr. Rosa Fava (Jüdisches Museum Berlin)

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Sensibilisierung für Diversität

Arbeitsgruppe mit Dr. Czarina Wilpert (Eine Welt der Vielfalt e. V.) und Grit Gottschalk (Ernst-Schering-Schule, Berlin), moderiert von Meral El (Jüdisches Museum Berlin)

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Durchgängige Sprachbildung

Arbeitsgruppe mit Input von Lilo Martens (Multiplikatorin für Interkulturelle Bildung und durchgängige Sprachbildung, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin)

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Rassistische Diskriminierung zur Sprache bringen

Arbeitsgruppe, moderiert von Toan Nguyen (Bildungswerkstatt Migration und Gesellschaft e. V. Berlin)

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Antisemitismus in Social Media

Arbeitsgruppe mit Gabriele Rohmann und Martin Gegenheimer (Archiv der Jugendkulturen e. V., Berlin), André Barth (Ernst-Schering-Oberschule, Berlin) und Martina Brandes-Parow (B.-Traven-Oberschule, Berlin), moderiert von Jutta Weimar (Großgruppenmoderatorin und Prozessbegleiterin, Berlin)

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Theaterpädagogik. Methoden und Ansätze für Pädagog*innen in Schule und Museum

Arbeitsgruppe mit Laura Söllner (Theaterpädagogin, Berlin), Anja Scheffer (Schauspielerin und Regisseurin), Heidemarie Link (B.-Traven-Oberschule, Berlin) und Eva Albert (Hermann-Hesse-Schule, Berlin), moderiert von Dr. Diana Dressel (Jüdisches Museum Berlin)

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Film als Methode einer diskriminierungskritischen Pädagogik

Arbeitsgruppe mit Gunnar Meyer (BildungsBausteine gegen Antisemitismus, Berlin) und Vera March-Berg (Refik-Veseli-Schule, Berlin), moderiert von Fabian Schnedler (Jüdisches Museum Berlin)

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Tagungsreflexion

Die Veranstaltung moderierten Dr. Anja Durdel (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung) und Tanja Petersen (Jüdisches Museum Berlin)