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Vom 2. bis 30. November bleibt das Jüdische Museum Berlin aufgrund der Corona-Beschränkungen geschlossen.

Marginalisierte Biografien

Lebensgeschichten von Juden und Roma und Sinti in der Bildungsarbeit – Dokumentation der Arbeitsgruppe

Im Rahmen der Gruppe wurden Erkenntnisse zum Thema »Othering« (zum/zur Anderen machen), seiner Folgen auf Schüler*innen aus den betroffenen Minderheiten und die Rolle der Mehrheitsgesellschaft im Geschichtslernen in der Einwanderungsgesellschaft vorgestellt.

Anhand von einem Praxisbericht aus dem Max Mannheimer Studienzentrum in Dachau und der Ergebnisse einer empirischen Lehr-Lernforschung aus dem Jüdischen Museum Berlin wurde der Frage nachgegangen, inwiefern Geschichtslernen – insbesondere anhand von Biografien über den Nationalsozialismus und den Holocaust – auch in der heutigen Einwanderungsgesellschaft noch exkludierende Praktiken aufweist. Ausgehend von den Beiträgen wurden Möglichkeiten einer differenzsensiblen Pädagogik ausgelotet.

Ulrike Wagner, Universität Leipzig, moderierte die Arbeitsgruppe mit Beiträgen von:

  • Steffen Jost, Max Mannheimer Studienzentrum, Dachau und
  • Katharina Obens, Dipl.-Psychologin, Lernkultur - Institut für Bildungsforschung und Evaluation, Berlin

»Historische Bildungsarbeit zur Verfolgung von Sinti und Roma im Nationalsozialismus« von Steffen Jost

Trotz aller Fortschritte in den letzten Jahren spielt die Verfolgung von Sinti und Roma in der historischen Vermittlung – sei es schulisch oder außerschulisch – noch eine untergeordnete Rolle. In der vergangenen Zeit sind nun allerdings einige neue Veröffentlichungen erschienen, sind in Gedenkstätten neue Teilausstellungen eröffnet und ist das Thema auf Tagungen diskutiert worden. Wenig problematisiert worden ist dabei allerdings die Verortung einer solchen Vermittlungsarbeit in Institutionen und durch Akteur*innen, die zum größeren Teil der Mehrheitsgesellschaft angehören. Also die Implikationen für eine Vermittlungsarbeit deren Adressaten und Adressatinnen ebenfalls zum überwiegenden Teil der Mehrheitsgesellschaft angehören.

Im Impulsreferat wurden zunächst mögliche Implikationen von theoretischen Ansätzen aus der antiziganistischen und post-kolonialen Forschung auf die pädagogische Praxis vorgestellt. Es geht um die Frage, wie zeitgemäße Vermittlungsarbeit zur Geschichte einer »marginalisierten« Gruppe aussehen kann. Im Mittelpunkt stand dabei die Präsentation von Materialien des Max Mannheimer Studienzentrums, insbesondere solcher mit biografischen Ansätzen. Zielgruppe der Vermittlungsarbeit sind dabei Schulklassen in Mehrtagesprogrammen, wobei auch über die Erfahrungen aus einer internationalen Jugendbegegnung berichtet wurde, in der lebensgeschichtliche Interviews mit Sinti und Roma aus Deutschland und Serbien geführt wurden.

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Tagungsdokumentation: Schule und Museum in der Migrationsgesellschaft (19)

Schule und Museum in der Migrationsgesellschaft

Die einzelnen Panels der Tagung am 13. und 14. Oktober 2014 sind hier dokumentiert.

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Marginalisierte Biografien: Lebensgeschichten von Juden und Roma und Sinti in der Bildungsarbeit

Arbeitsgruppe mit Steffen Jost (Max Mannheimer Studienzentrum, Dachau) und Katharina Obens (Dipl.-Psychologin, Lernkultur – Institut für Bildungsforschung und Evaluation), moderiert von Ulrike Wagner (Universität Leipzig)

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Vielfalt durch Beteiligung

Arbeitsgruppe mit Karin Schreibeis (Serviceagentur Ganztägig Lernen/Deutsche Kinder- und Jugendstiftung) und Sandra Christall (Sozialpädagogin an der Hermann-Hesse-Oberschule, Berlin), moderiert von Andrea Blaneck (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung)

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Biografiearbeit als Beitrag zur kulturellen Öffnung

Arbeitsgruppe mit Franziska Bogdanov (Jüdisches Museum Berlin), Beate Klammt (Bildungsreferentin, ehemals Anne Frank Zentrum), Rainer Brieske (Albrecht-Dürer-Gymnasium, Berlin) und Michael Merbitz (B.-Traven-Oberschule, Berlin), moderiert von Sarah Hiron (Jüdisches Museum Berlin)

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Zwischen Identifikation und Außenwahrnehmung: Was macht Schule aus?

Arbeitsgruppe mit Inputs von Heinrich Meise (Refik-Veseli-Sekundarschule, Berlin), Markus Schega und Dr. Michael Senn (Nürtingen Grundschule, Berlin) und Friedhelm Botsch (Hermann-Hesse-Schule, Berlin), moderiert von Meral El (Jüdisches Museum Berlin)

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»Wir wollen etwas verändern – aber nur in Begleitung!«

Arbeitsgruppe mit einem Input von Andrea Blaneck, moderiert von Marlous Behrendt (beide: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Berlin)

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Differenzfreundlich und diskriminierungskritisch – Anforderungen an Bildungsinstitutionen in der Migrationsgesellschaft

Impulsreferat von Prof. Dr. Paul Mecheril (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) mit anschließendem Gespräch, geleitet von Dr. Anja Durdel (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung)

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Wie können Politik und Gesellschaft die interkulturelle Öffnung von Schulen unterstützen?

Podiumsdiskussion mit Özcan Mutlu (MdB für Bündnis 90/Die Grünen), Evelin Lubig-Fohsel (Landesausschuss für Migration, Diversität und Antidiskriminierung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft), André Barth (Ernst-Schering-Oberschule, Berlin) und Dr. Diana Dressel (Jüdisches Museum Berlin), modieriert von Dr. Nkechi Madubuko (Moderatorin und Autorin, Marburg)

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Diversität in der Jugendliteratur

Arbeitsgruppe mit Impulsen von André Barth (Ernst-Schering-Oberschule, Berlin), Ulrich Hipler (B.-Traven-Oberschule, Berlin) und Nina Wilkens (Jüdisches Museum Berlin)

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Historisches Lernen in der Migrationsgesellschaft

Arbeitsgruppe mit Inputs von Dr. Elke Gryglewski (Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin), Selman Erkovan (Bildungsreferent, Berlin) und Fabian Schnedler (Jüdisches Museum Berlin), moderiert von Ulrike Wagner (Universität Leipzig)

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Ausstellungen werden von Museen gemacht, oder?

Arbeitsgruppe mit Petra Zwaka (Jugend Museum Berlin), Silvia Linnenbürger (B.-Traven-Oberschule, Berlin) und Jutta Dücker (Ernst-Schering-Oberschule, Berlin), moderiert von Dr. Diana Dressel (Jüdisches Museum Berlin)

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Möglichkeiten, Herausforderungen und Ansätze zur gelingenden Kooperation zwischen Schulen und Museum

Weltcafé, moderiert von Jutta Weimar (Großgruppenmoderatorin und Prozessbegleiterin, Berlin)

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Annäherung aus drei Perspektiven

Podiumsdiskussion mit Zahide Doğaç (Lehrerin und Interkulturelle Koordinatorin, Hamburg), Ibrahim Gülnar (Mobiles Beratungsteam »Ostkreuz«, Berlin) und Leontine Meijer-van Mensch (Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin), moderiert von Dr. Rosa Fava (Jüdisches Museum Berlin)

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Sensibilisierung für Diversität

Arbeitsgruppe mit Dr. Czarina Wilpert (Eine Welt der Vielfalt e. V.) und Grit Gottschalk (Ernst-Schering-Schule, Berlin), moderiert von Meral El (Jüdisches Museum Berlin)

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Durchgängige Sprachbildung

Arbeitsgruppe mit Input von Lilo Martens (Multiplikatorin für Interkulturelle Bildung und durchgängige Sprachbildung, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin)

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Rassistische Diskriminierung zur Sprache bringen

Arbeitsgruppe, moderiert von Toan Nguyen (Bildungswerkstatt Migration und Gesellschaft e. V. Berlin)

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Antisemitismus in Social Media

Arbeitsgruppe mit Gabriele Rohmann und Martin Gegenheimer (Archiv der Jugendkulturen e. V., Berlin), André Barth (Ernst-Schering-Oberschule, Berlin) und Martina Brandes-Parow (B.-Traven-Oberschule, Berlin), moderiert von Jutta Weimar (Großgruppenmoderatorin und Prozessbegleiterin, Berlin)

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Theaterpädagogik. Methoden und Ansätze für Pädagog*innen in Schule und Museum

Arbeitsgruppe mit Laura Söllner (Theaterpädagogin, Berlin), Anja Scheffer (Schauspielerin und Regisseurin), Heidemarie Link (B.-Traven-Oberschule, Berlin) und Eva Albert (Hermann-Hesse-Schule, Berlin), moderiert von Dr. Diana Dressel (Jüdisches Museum Berlin)

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Film als Methode einer diskriminierungskritischen Pädagogik

Arbeitsgruppe mit Gunnar Meyer (BildungsBausteine gegen Antisemitismus, Berlin) und Vera March-Berg (Refik-Veseli-Schule, Berlin), moderiert von Fabian Schnedler (Jüdisches Museum Berlin)

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Tagungsreflexion

Die Veranstaltung moderierten Dr. Anja Durdel (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung) und Tanja Petersen (Jüdisches Museum Berlin)