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Vom 2. bis 30. November bleibt das Jüdische Museum Berlin aufgrund der Corona-Beschränkungen geschlossen.

Diversität in der Jugendliteratur

Dokumentation der Arbeitsgruppe

Es gibt zahlreiche Bücher, die von dem Zusammentreffen unterschiedlicher Lebensentwürfe und -erfahrungen handeln. Doch welche bilden die Migrationsgesellschaft differenziert, glaubwürdig und zugleich mit Wertschätzung ab, sind auch gut geschrieben oder illustriert? Gibt es Qualitätsmerkmale, an denen wir uns orientieren können?

Die Teilnehmenden erprobten Arbeitsanregungen zu der Graphic Novel Ein neues Land (Original: The Arrival) von Shaun Tan und konnten sich mit Expert*innen aus der Praxis über ihre Erfahrungen mit dem Buch im Unterricht austauschen.

Nina Wilkens moderierte mit eigenem Input die Arbeitsgruppe mit weiteren Impulsen von

Methoden zur Arbeit mit der Graphic Novel Ein neues Land von Nina Wilkens

Die Graphic Novel Ein neues Land von Shaun Tan kommt ganz ohne Worte aus und eröffnet Fragen nach dem Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft. Die Bilder erzeugen unterschiedliche Gefühle: Vertrautheit, Angst und Unsicherheit. In das »neue Land« kommen Menschen aus verschiedenen Religionen und Kulturen. Sie wurden von ihren Familien fortgerissen und durch Kriege, Gewalt und Not aus ihrer Heimat vertrieben.

Mit diesem Buch wurden Methoden ausprobiert, die verdeutlichen, dass die Definitionen von »Normal- und Anderssein« zufälligen, zeitlichen oder ortsbezogenen Begebenheiten unterliegen. In einem geschützten Raum wurden Gefühle von Zugehörigkeit und Fremdsein von den Teilnehmenden abrufbar.

Ob das Buch ohne Worte eine gute Vorlage für die pädagogische Arbeit mit heterogenen Lerngruppen sein kann, wurde auch mit Erfahrungsberichten aus der Praxis diskutiert.

Bericht aus dem Unterricht von Ulrich Hipler

Im Rahmen einer Projektwoche zum Thema »Vielfalt« beschäftigten sich alle Schüler*innen des 9. Jahrgangs an jeweils einem Vormittag mit der Graphic Novel Ein neues Land von Shaun Tan.
Einbezogen waren auch die Jugendlichen aus unseren »Willkommensklassen«, die über ganz unterschiedlich ausgeprägte Deutschkenntnisse verfügen.

Die Schüler*innen machten sich in der ersten halben Stunde in einer Stillarbeits- bzw. Lektürephase mit dem Buch vertraut. Anschließend erhielten sie einen umfangreichen Aufgaben- und Fragenkatalog, zunächst zu den Kapiteln 1-3, im zweiten Unterrichtsblock (nach einer Pause) dann auch zu den Kapiteln 4-6.
Jede*r Jugendliche sollte nach Möglichkeit insgesamt vier der kreativen Schreib- bzw. Zeichenaufgaben »lösen« (zwei Aufgaben zu den Kapiteln 1-3, zwei zu den Kapiteln 4-6).

Am Ende der kreativen Phasen wurden zunächst die jeweiligen Kapitel gemeinsam Bild für Bild »gelesen«, und zwar so, dass reihum jede*r Jugendliche mindestens einen Satz aus der Perspektive der Hauptfigur sagen sollte. (Zum Beispiel: »Ich packe ein Foto meiner Familie ein, damit ich auf der Reise ein Andenken an sie habe.«). Nach der Lektüre des jeweiligen Kapitels stellten die Jugendlichen ihre Arbeitsergebnisse vor.

Unser Fazit: Der Einsatz von Ein neues Land hat sich bewährt und war für die beteiligten Jugendlichen nach unserer Einschätzung eine Bereicherung.

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Tagungsdokumentation: Schule und Museum in der Migrationsgesellschaft (19)

Schule und Museum in der Migrationsgesellschaft

Die einzelnen Panels der Tagung am 13. und 14. Oktober 2014 sind hier dokumentiert.

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Marginalisierte Biografien: Lebensgeschichten von Juden und Roma und Sinti in der Bildungsarbeit

Arbeitsgruppe mit Steffen Jost (Max Mannheimer Studienzentrum, Dachau) und Katharina Obens (Dipl.-Psychologin, Lernkultur – Institut für Bildungsforschung und Evaluation), moderiert von Ulrike Wagner (Universität Leipzig)

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Vielfalt durch Beteiligung

Arbeitsgruppe mit Karin Schreibeis (Serviceagentur Ganztägig Lernen/Deutsche Kinder- und Jugendstiftung) und Sandra Christall (Sozialpädagogin an der Hermann-Hesse-Oberschule, Berlin), moderiert von Andrea Blaneck (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung)

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Biografiearbeit als Beitrag zur kulturellen Öffnung

Arbeitsgruppe mit Franziska Bogdanov (Jüdisches Museum Berlin), Beate Klammt (Bildungsreferentin, ehemals Anne Frank Zentrum), Rainer Brieske (Albrecht-Dürer-Gymnasium, Berlin) und Michael Merbitz (B.-Traven-Oberschule, Berlin), moderiert von Sarah Hiron (Jüdisches Museum Berlin)

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Zwischen Identifikation und Außenwahrnehmung: Was macht Schule aus?

Arbeitsgruppe mit Inputs von Heinrich Meise (Refik-Veseli-Sekundarschule, Berlin), Markus Schega und Dr. Michael Senn (Nürtingen Grundschule, Berlin) und Friedhelm Botsch (Hermann-Hesse-Schule, Berlin), moderiert von Meral El (Jüdisches Museum Berlin)

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»Wir wollen etwas verändern – aber nur in Begleitung!«

Arbeitsgruppe mit einem Input von Andrea Blaneck, moderiert von Marlous Behrendt (beide: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Berlin)

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Differenzfreundlich und diskriminierungskritisch – Anforderungen an Bildungsinstitutionen in der Migrationsgesellschaft

Impulsreferat von Prof. Dr. Paul Mecheril (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) mit anschließendem Gespräch, geleitet von Dr. Anja Durdel (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung)

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Wie können Politik und Gesellschaft die interkulturelle Öffnung von Schulen unterstützen?

Podiumsdiskussion mit Özcan Mutlu (MdB für Bündnis 90/Die Grünen), Evelin Lubig-Fohsel (Landesausschuss für Migration, Diversität und Antidiskriminierung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft), André Barth (Ernst-Schering-Oberschule, Berlin) und Dr. Diana Dressel (Jüdisches Museum Berlin), modieriert von Dr. Nkechi Madubuko (Moderatorin und Autorin, Marburg)

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Diversität in der Jugendliteratur

Arbeitsgruppe mit Impulsen von André Barth (Ernst-Schering-Oberschule, Berlin), Ulrich Hipler (B.-Traven-Oberschule, Berlin) und Nina Wilkens (Jüdisches Museum Berlin)

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Historisches Lernen in der Migrationsgesellschaft

Arbeitsgruppe mit Inputs von Dr. Elke Gryglewski (Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin), Selman Erkovan (Bildungsreferent, Berlin) und Fabian Schnedler (Jüdisches Museum Berlin), moderiert von Ulrike Wagner (Universität Leipzig)

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Ausstellungen werden von Museen gemacht, oder?

Arbeitsgruppe mit Petra Zwaka (Jugend Museum Berlin), Silvia Linnenbürger (B.-Traven-Oberschule, Berlin) und Jutta Dücker (Ernst-Schering-Oberschule, Berlin), moderiert von Dr. Diana Dressel (Jüdisches Museum Berlin)

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Möglichkeiten, Herausforderungen und Ansätze zur gelingenden Kooperation zwischen Schulen und Museum

Weltcafé, moderiert von Jutta Weimar (Großgruppenmoderatorin und Prozessbegleiterin, Berlin)

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Annäherung aus drei Perspektiven

Podiumsdiskussion mit Zahide Doğaç (Lehrerin und Interkulturelle Koordinatorin, Hamburg), Ibrahim Gülnar (Mobiles Beratungsteam »Ostkreuz«, Berlin) und Leontine Meijer-van Mensch (Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin), moderiert von Dr. Rosa Fava (Jüdisches Museum Berlin)

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Sensibilisierung für Diversität

Arbeitsgruppe mit Dr. Czarina Wilpert (Eine Welt der Vielfalt e. V.) und Grit Gottschalk (Ernst-Schering-Schule, Berlin), moderiert von Meral El (Jüdisches Museum Berlin)

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Durchgängige Sprachbildung

Arbeitsgruppe mit Input von Lilo Martens (Multiplikatorin für Interkulturelle Bildung und durchgängige Sprachbildung, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin)

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Rassistische Diskriminierung zur Sprache bringen

Arbeitsgruppe, moderiert von Toan Nguyen (Bildungswerkstatt Migration und Gesellschaft e. V. Berlin)

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Antisemitismus in Social Media

Arbeitsgruppe mit Gabriele Rohmann und Martin Gegenheimer (Archiv der Jugendkulturen e. V., Berlin), André Barth (Ernst-Schering-Oberschule, Berlin) und Martina Brandes-Parow (B.-Traven-Oberschule, Berlin), moderiert von Jutta Weimar (Großgruppenmoderatorin und Prozessbegleiterin, Berlin)

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Theaterpädagogik. Methoden und Ansätze für Pädagog*innen in Schule und Museum

Arbeitsgruppe mit Laura Söllner (Theaterpädagogin, Berlin), Anja Scheffer (Schauspielerin und Regisseurin), Heidemarie Link (B.-Traven-Oberschule, Berlin) und Eva Albert (Hermann-Hesse-Schule, Berlin), moderiert von Dr. Diana Dressel (Jüdisches Museum Berlin)

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Film als Methode einer diskriminierungskritischen Pädagogik

Arbeitsgruppe mit Gunnar Meyer (BildungsBausteine gegen Antisemitismus, Berlin) und Vera March-Berg (Refik-Veseli-Schule, Berlin), moderiert von Fabian Schnedler (Jüdisches Museum Berlin)

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Tagungsreflexion

Die Veranstaltung moderierten Dr. Anja Durdel (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung) und Tanja Petersen (Jüdisches Museum Berlin)