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Ab 23. August 2020 präsentiert die vollständig neu gestaltete Dauer­ausstellung jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland. Bis dahin bleibt das Jüdische Museum Berlin wegen Umbaus geschlossen.

Diversität/Vielfalt

Diversität bedeutet Vielfalt, Mannig­faltigkeit oder Formen­reichtum. Im Vergleich mit ähnlichen Begriffen wie Verschieden­artigkeit oder Unterschiedlich­keit betont „Diversität“ eher den Aspekt der Wert­schätzung der einzelnen Erscheinungs­formen.

Spricht man beispiels­weise von der Vielfalt der Blumen, sollen Eigenart und Eigenwert von Rose, Distel und Butter­blümchen betont werden und weniger die Tatsache ihrer Unterschiedlich­keit. Dafür wird eher der Begriff „Heterogenität“ (Verschiedenheit, Uneinheitlichkeit) verwendet.

Gewächshaus mit Blumen und Menschen

Gärtnereilehrlinge im Chrysanthemen-Treibhaus der Israelitischen Gartenbau­schule Ahlem 1938; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Herbert Sonnenfeld

Im allgemeinen Sprach­gebrauch sind „Vielfalt“ und „Diversität“ zunehmend positiv besetzt, während „Heterogenität“ eine eher neutrale Bezeichnung ist. Wenn es um Menschen geht, soll „Diversität“ Anerkennung und Wert­schätzung in Hinblick auf ihre Identität als Mann, als Frau, als Jude, als Schwuler, als Migrantin, als Mensch mit Behinderung usw. ausdrücken.

Diversität in Politik und Wirtschaft

Als Fachbegriff im Bereich Politik und Wirtschaft bezieht sich Diversität auf Programme und Maßnahmen, die zu einer größeren Vielfalt der Beschäftigten in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen oder der Vertreter*innen in der Politik führen sollen (Diversity Management, Diversity Mainstreaming, Diversitäts­politik, Diversitäts­kompetenz, Diversitäts­orientierung u. ä.). Der Ausgangs­punkt dabei ist, dass Gruppen wie Frauen, Menschen mit Behinderungen oder eingewanderte Personen in Betrieben vor allem in den höheren Positionen oder in Parlamenten deutlich unter­repräsentiert sind. Es besteht eine undemokratische Diskriminierung entlang bestimmter Eigenschaften, die meist als angeborene oder unveränderliche Merkmale verstanden werden.

Das „Allgemeine Gleichbehandlungs­gesetz“ von 2006 soll Diskriminierungen „aus Gründen der Rasse oder der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Welt­anschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität“ verhindern. Es gibt Bestrebungen, den Katalog um das Kriterium der sozialen Herkunft zu ergänzen.

Diversität im Bildungsbereich

Im Bildungsbereich, in kulturellen und in anderen öffentlichen Einrichtungen geht es darum, die angebotenen Leistungen vielfältiger zu gestalten, damit sie der gesellschaftlichen Diversität gerechter werden. Beispielsweise sind viele Altenheime noch nicht auf die Bedürfnisse von Arbeits­migrant*innen eingestellt oder Fernseh­produktionen zeigen selten exemplarisch die Vielfalt homosexueller Lebenswelten, sondern beschränken sich eher auf Stereotype. In Kindergärten, Schulen oder Universitäten steht die Benachteiligung von Kindern aus sozial schwachen oder aus eingewanderten Familien der Chancen­gleichheit entgegen.

Eine Form wie „Besucher*innen“ bezieht sich nicht nur auf Menschen, die sich als Mann oder als Frau identifizieren, sondern schließt auch alle ein, die sich jenseits der Zweigeschlechtlichkeit verorten.

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Interviewreihe: Neue deutsche Geschichten (12)

Neue deutsche Geschichten

Im Rahmen der Reihe Neue deutsche Geschichten laden unsere Kolleg*innen vom Akademieprogramm zu Migration und Diversität seit 2014 regelmäßig Gesprächspartner*innen ins Jüdische Museum ein, um mit ihnen anhand ihrer Biografien Geschichte und Gegenwart Deutschlands als Migrationsgesellschaft zu thematisieren. Fast immer entstehen im Vorfeld dieser Veranstaltungen Interviews, die wir hier für Sie zusammengestellt haben.

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“Der Anteil, den Schwarze Soldaten an der Befreiung Deutschlands vom Faschismus hatten, droht in Vergessenheit zu geraten”

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Fereshta Ludin

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6. Juli 2015
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9. März 2015
„Warum ich gerne Muslim bin und wieso Marlon Brando viel damit zu tun hat“

Porträt einer Frau mit Brille, die lächelt und direkt in die Kamera schaut

Alina Gromova

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Generation „koscher light“
Junge russischsprachige Jüdinnen*Juden in Berlin

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Kıymet oder:
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Auf dem Cover ist ein Foto von drei spielenden Kindern zu sehen

Urmila Goel und Nisa Punnamparambil-Wolf

19. März 2014
InderKinder
Über den kreativen Umgang mit Zuschreibungen

Drei Frauen im Profil an einem Tisch, die lächelnd Bücher signieren

Alice Bota, Khuê Pham und Özlem Topçu

29. Januar 2014
„Neue deutsche Geschichten“