Sie sind frei, Dr. Korczak (1973/74)

Film aus der Artur-Brauner-Sammlung in unserer Bibliothek

Im Warschauer Ghetto betreut der polnische Jude Janusz Korczak etwa 200 Waisenkinder. Immer wieder gelingt es ihm, einen seiner Schützlinge vor dem sicheren Tod zu bewahren. Auf Befehl der deutschen Besatzer soll das Waisenhaus 1942 mit dem gesamten Ghetto geräumt und die Kinder nach Treblinka deportiert werden. Korczak entscheidet, »seine« Kinder nicht allein zu lassen: Gemeinsam mit ihnen stirbt er im Vernichtungslager.

Ort

W. M. Blumenthal Akademie, Bibliothek

Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
Postanschrift: Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin

Der Spielfilm zeichnet reale Personen und Ereignisse im Warschauer Ghetto nach. Der polnische Regisseur Aleksander Ford griff dazu nicht nur auf Tagebucheintragungen des Arztes, Pädagogen und Kinderbuchautors Dr. Janusz Korczak (1878–1942) zurück. Er legte einigen Spielszenen auch Fotografien des sogenannten »Stroop-Reports« zugrunde, einem für Himmler verfassten Bericht über die Liquidierung des Ghettos. Artur Brauner hatte das Filmprojekt schon Ende der 1950er Jahre angedacht. Nachdem die ursprünglich geplante deutsch-polnische Koproduktion gegen Ende der sechziger Jahre aus politischen Gründen nicht zustande kam, konnte CCC den Film 1973/74 schließlich zusammen mit einer israelischen Produktionsfirma realisieren. 1990 verfilmte Andrzej Wajda, der bei Ford studiert und als Assistent gearbeitet hatte, denselben Stoff in Polen neu.

Mit Leo Genn. Regie: Aleksander Ford

Filmplakat »Sie sind frei, Doktor Korczak«

Filmplakat von Sie sind frei, Doktor Korczak
CCC Filmkunst

Literaturhinweise

  • Ebbrecht-Hartmann, Tobias, Neue DVD: Sie sind frei, Dr. Korczak (Bundesrepublik/Israel 1973), in: Internationale Schule für Holocaust-Studien. Online zugänglich auf der Website von Yad Vashem im E-Newsletter 15.2014, Okt.
  • Lubelski, Tadeusz, Korczak on screen, Cracow: Fundacja Judaica – Centrum Kultury Żydowskiej 2011.
Ort

W. M. Blumenthal Akademie, Bibliothek

Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
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Sammlung Artur Brauner

In der Mediathek unserer Bibliothek präsentieren wir einen Ausschnitt aus dem Werk eines der erfolgreichsten Film­produzenten der bundes­deutschen Nachkriegs­geschichte.

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Mit Romy Schneider, Michel Piccoli und Helmut Griem. Regie: Jacques Rouffio

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Hanussen (1987/88)

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Hitlerjunge Salomon (1989/90)

Mit Marco Hofschneider, Julie Delpy und Hanns Zischler. Regie: Agnieszka Holland

Der 20. Juli (1955)

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Der Gehetzte/Izgoj (1991)

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Der Daunenträger (1992)

Mit Hanna Schygulla, Lambert Wilson und Julie Delpy. Regie: Janusz Kijowski

Eichmann und das Dritte Reich (1961)

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Von Hölle zu Hölle (1996/97)

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Mensch und Bestie/Die Flucht (1963)

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Babij Jar – Das vergessene Verbrechen (2001–03)

Mit Michael Degen, Katrin Saß und Axel Milberg. Regie: Jeff Kanew

Zeugin aus der Hölle (1965–67)

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Sie sind frei, Dr. Korczak (1973/74)

Mit Leo Genn. Regie: Aleksander Ford

Charlotte (1980)

Mit Birgit Doll, Elisabeth Trissenaar und Derek Jacobi. Regie: Frans Weisz

Die weiße Rose (1981/82)

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