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Zugangsbarrieren

Schule und Ausstellungspraxis rassismuskritisch hinterfragt (mit Video-Mitschnitt in englischer Sprache)

Passkontrolle! | Bildbearbeitung Katja Clos

Die Veranstaltung bildete den Abschluss des Forschungs- und Ausstellungsprojekts Passkontrolle! – Leben ohne Papiere in Geschichte und Gegenwart. Projektvorstellung, Vorträge und Podiumsdiskussionen kreisen um zentrale Fragestellungen des kollaborativen Forschens und Ausstellens an der Schnittstelle von Wissenschaft und Aktivismus zum Thema schulische Segregation.

Am Vormittag wurden historische und aktuelle Perspektiven auf Aus- und Einschlüsse in Schulen im Zusammenhang mit Zugehörigkeitsordnungen vorgestellt. Dr. Jane Weiß, Erziehungswissenschaftlerin an der Humboldt-Universität zu Berlin, hielt eine Keynote zu rassistischen Zugangsbarrieren zu Schule aus einer bildungshistorischen Perspektive. Aktuelle Wechselwirkungen von Nicht-/Zugehörigkeit und schulischer Segregation wurden im anschließenden Podiumsgespräch beleuchtet.

Mitschnitt verfügbar

Übersichtsplan mit allen Gebäuden, die zum Jüdischen Museum Berlin gehören. Die W. M. Blumenthal Akademie ist grün markiert

Ort

W. M. Blumenthal Akademie,
Klaus Mangold Auditorium
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin (gegenüber dem Museum)

Am Nachmittag standen das Sammeln, Ordnen, Archivieren und Ausstellen im Fokus – Praktiken, die immer noch häufig mit nationalen Mythenbildungen, der Exotisierung und ständigen Re-/Produktion »des Anderen« einher gehen. Mit den Möglichkeiten und Grenzen einer dekolonialen/anti-rassistischen kuratorischen Praxis setzten wir uns in einem zweiten Podiumsgespräch am Nachmittag auseinander. Bonita Bennett, Direktorin des District Six Museums in Kapstadt, beschloss den Tag mit einer Keynote über das Museum als Ort für gesellschaftlichen Wandel.

Zugangsbarrieren – Schule und Ausstellungspraxis rassismuskritisch hinterfragt
Kurzbiografien der Referent*innen

Download (PDF / 0.71 MB / auf Deutsch / )

Die Ausstellung zum kollaborativen Projekt Passkontrolle! – Leben ohne Papiere in Geschichte und Gegenwart ist vom 1. Februar bis zum 5. Mai 2019 im FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum zu sehen. Im Anschluss geht sie in den Besitz des RomaniPhen Archivs über und kann dort ausgeliehen werden.

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Alice Salomon Hochschule Berlin und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin statt.
Das Projekt Passkontrolle! wurde gefördert durch das Institut für angewandte Forschung (IFAF) Berlin.

Video-Mitschnitt des Vortrags Museum as a Place for Social Trans­formation von Bonita Bennett vom 20. März 2019 (auf Englisch); Jüdisches Museum Berlin 2019

Programm

9:30 Uhr

Grußworte

Dr. Yasemin Shooman, Leiterin Akademie­programme, Jüdisches Museum Berlin
Juliane Jurewicz, Forschungs­koordinatorin des Kompetenz­zentrums Integration und Gesund­heit des Instituts für angewandte Forschung (IFAF) Berlin
Prof. Dr. Iman Attia, Alice Salomon Hoch­schule Berlin
Prof. Dr. Susan Kamel, Hoch­schule für Technik und Wirtschaft Berlin

10 Uhr Projekt­vorstellung

Pass­kontrolle! Leben ohne Papiere in Geschichte und Gegenwart

Diane Izabiliza, Iris Rajanayagam, Alice Salomon Hoch­schule Berlin
Olga Gersten­berger, Hoch­schule für Technik und Wirtschaft Berlin

11 Uhr Opening Keynote

Rassistische Zugangs­barrieren zu Schule aus einer bildungs­historischen Perspektive

Dr. Jane Weiß, Humboldt-Universität zu Berlin
Moderation: Prof. Dr. Iman Attia, Alice Salomon Hoch­schule Berlin

12 Uhr Mittagspause
13:30 Uhr Podiums­gespräch

Schule zieht Grenzen – Wir ziehen nicht mit

Mohammed Jouni, Mohammed Jouni, Mitbegründer und Berater bei Jugendliche ohne Grenzen
Sabina Salimovska, Roma-Schul­mediatorin in Berlin-Lichtenberg, Regionale Arbeits­stellen für Bildung, Integration und Demokratie
Saraya Gomis, Antidiskriminierungs­beauftragte der Berliner Senats­verwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Josephine Apraku, Institut für diskriminierungs­freie Bildung
Moderation: Dr. Nahed Samour, Georg-August-Universität Göttingen

15 Uhr Performance

Migranten­stadtl

Tunay Önder und Imad Mustafa

15:30 Uhr Kaffee­pause
16 Uhr Podiums­gespräch

Rassismus­kritische Praxen des Sammelns, Ordnens und Ausstellens

Dr. Yvette Mutumba, Kuratorin und Chef­redakteurin des Kunst­magazins Contemporary And (C&)
Tunay Önder, Mitbegründerin Migranten­stadtl, Kuratorin
Nuray Demir, Künstlerin und Kuratorin
Isidora Randjelović, Romani­Phen Archiv
Dr. Jonas Fansa, Leiter der Publikums­dienste der Zentral- und Landes­bibliothek Berlin
Moderation: Dr. Alina Gromova, Jüdisches Museum Berlin

17:30 Uhr Kaffee­pause
18 Uhr Closing Keynote

Museum as a Place for Social Trans­formation

Bonita Bennett, Direktorin des District Six Museum, Kapstadt
Moderation: Serpil Polat, Jüdisches Museum Berlin

Das vollständige Programm der Veranstaltung als PDF zum Download

Download (PDF / 0.24 MB / auf Deutsch / nicht barrierefrei)

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Zur ausführlichen Antwort

Was, wann, wo?

  • Wann 20. Mär 2019
  • Wo W. M. Blumenthal Akademie,
    Klaus Mangold Auditorium

    Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
    (gegenüber dem Museum)

    Zum Lageplan

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