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Ongoing Struggles. Antidiskriminierungsarbeit in Zeiten des Rechtsrucks

Fachtagung (mit Video-Mitschnitt des Eröffnungsabends; auf Englisch)

Foto: Roscoe Myrick, www.shotboxer.com, via Flickr [CC BY 2.0]

Gleichberechtigte Teilhabe und ein gerechter Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen für marginalisierte Gruppen sind politische Ziele, die durch rechtspopulistische Kräfte massiv infrage gestellt werden. Stattdessen propagieren sie Etabliertenvorrechte, die darauf zielen, systemische Ungleichheit zu zementieren und den vorhandenen institutionellen Rassismus zu verstärken.

Mitschnitt verfügbar

Übersichtsplan mit allen Gebäuden, die zum Jüdischen Museum Berlin gehören. Die W. M. Blumenthal Akademie ist grün markiert

Ort

W. M. Blumenthal Akademie,
Klaus Mangold Auditorium
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin (gegenüber dem Museum)

Themen der Tagung

Im Rahmen der Fachtagung »Ongoing Struggles. Antidiskriminierungsarbeit in Zeiten des Rechtsrucks« am 7. und 8. Juni 2018 wurden sowohl deutsche als auch internationale Entwicklungen und mögliche Gegenstrategien diskutiert: Welche Maßnahmen gegen strukturelle Diskriminierung und Ungleichheit sind im Moment am drängendsten? Welche besonderen Herausforderungen an die Politik einerseits und an die zivilgesellschaftlich Aktiven andererseits stellen sich dabei? Und welche Parallelen lassen sich möglicherweise zur Situation in anderen Ländern – u. a. den USA nach der Präsidentschaftswahl Donald Trumps – ziehen?

Auftaktveranstaltung: Keynote, Kommentar und Podiumsdiskussion
Keynote: Prof. Imani Perry – »What Lies Underneath: Difficult Histories and the Resurgence of The Far Right«

In ihrem Eröffnungsvortrag sprach Prof. Imani Perry (Princeton University) u. a. über die historisch-ideologischen Bedingungen für das Wiedererstarken rechter Strömungen in den USA sowie über die US-amerikanische Bürgerrechtsbewegung Black Lives Matter und ihren Kampf gegen Rassismus und für Gleichberechtigung. Im Anschluss diskutierte sie mit Juliane Seifert (Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Dr. Emilia Roig (Center for Intersectional Justice, Berlin) und Dr. Aleksandra Lewicki (University of Sussex), wie eine effektive Gleichstellungspolitik aussehen muss. Die Veranstaltung wurde von Christine Watty moderiert.

Video-Mitschnitt der Auftaktveranstaltung vom 7. Juni 2018 (auf Englisch); Jüdisches Museum 2018

Programm

Bitte beachten Sie, dass die beiden Tagungstage an zwei unterschiedlichen Veranstaltungsorten stattfinden.

Donnerstag, 7. Juni 2018

Tagungsort:
W. Michael Blumenthal Akademie des Jüdisches Museums Berlin, Saal
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1
10969 Berlin
19:00 Uhr

Begrüßung

Dr. Yasemin Shooman
Akademieprogramme des Jüdischen Museums Berlin

19:10 Uhr

Keynote

What Lies Underneath: Difficult Histories and the Resurgence of The Far Right

Prof. Imani Perry
Princeton University

19:40 Uhr

Kommentar

Antidiskriminierung verankern, Zusammenhalt stärken – die nächsten Schritte in Deutschland

Juliane Seifert
Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

19:50 Uhr

Podiumsdiskussion

Antidiskriminierungsarbeit (inter)national – Bilanz und Ausblick

Juliane Seifert
Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Prof. Imani Perry
Princeton University

Dr. Emilia Roig
Center for Intersectional Justice (CIJ)

Dr. Aleksandra Lewicki
University of Sussex

Moderation:
Christine Watty
Journalistin

21:00 Uhr

Ausklang bei einem Empfang

Black Lives Matter

Mehr bei Wikipedia

Prof. Imani Perry

Zur Princeton-Webseite

Freitag, 8. Juni 2018

Tagungsort:
Friedrich-Ebert-Stiftung
Hiroshimastraße 17, Haus 1
10785 Berlin
9:00 Uhr

Begrüßung

Dr. Dietmar Molthagen
Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Berlin

9:10 Uhr

Talkrunde

Mit gleichen Rechten gegen Rechts: Praxisberichte

Eine effektive Anti­diskriminierungs­arbeit richtet sich gegen strukturelle Ungleichheit, sensibilisiert das öffentliche Bewusstsein und ist ein Ort der Selbst­ermächtigung betroffener Menschen. Angesichts des gesellschaftlichen Rechtsrucks ist zu fragen, welche Heraus­forderungen und neuen Perspektiven zu meistern sind. Wie sehen aktuelle Erfahrungen verschiedener Praxis­projekte aus? Welchen Handlungs­bedarf sehen sie?

Josephine Apraku
Institut für diskriminierungsfreie Bildung

Dilwar Hussain
New Horizons in British Islam

Markus Nierth
Ehemaliger Bürgermeister der Stadt Tröglitz

Nadiye Ünsal
Migrationsrat Berlin-Brandenburg e. V.

Moderation:
Dr. Dietmar Molthagen
Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Berlin

Die Talkrunde findet in englischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung statt.

10:15 Uhr

Vormittagsrunde: Parallele Workshops

1) Strategic Litigation: Strategische Klagen im Bereich Antidiskriminierung

Strategische Klagen im Bereich Anti­diskriminierung zielen auf eine fortschrittliche Rechts­interpretation ab. Was aber unterscheidet die strategischen von anderen Formen der Klagen? Welche Auswirkungen hatten sie bisher auf das europäische Anti­diskriminierungs­recht? Und inwiefern könnte eine intersektionale Perspektive strategische Klage­führungen bereichern?

Impuls 1:
Dr. Nahed Samour
Humboldt-Universität zu Berlin und Center for Intersectional Justice (CIJ)

Impuls 2:
Adam Weiss
European Roma Rights Centre

Moderation:
Prof. Dr. Nora Markard
Universität Hamburg

Dieser Workshop findet in englischer Sprache statt.

2) Impulse der LGBTI-Bewegung – Antidiskriminierung vernetzen

Der engagierte Einsatz von LGBTI-Bewegungen für rechtliche Gleichstellung hat viele Erfolge errungen. Wie begegnen sie der Heraus­forderung, innerhalb von Mehrheits­gesellschaft und verschiedenen Minderheiten-Communities Akzeptanz zu finden und ihre Positionen zu stärken? Auf welche Weise können ihre Erfahrungen andere Formen der Anti­diskriminierungs­arbeit inspirieren?

Impuls 1:
Jörg Steinert
Lesben- und Schwulenverband Berlin – Brandenburg (LSVD)

Impuls 2:
Jouanna Hassoun
Transaidency e. V.

Moderation:
Peggy Piesche
Generation Adefra

Dieser Workshop findet in deutscher Sprache statt.

3) Antidiskriminierungsstrategien weiterdenken

Das derzeitige politische Klima wirft die Frage auf, ob Anti­diskriminierungs­arbeit heute besonders gefährdet ist. Sind neue Strategien gegen strukturelle Ungleichheit und Rassismus erforderlich – und wenn ja, welche? Fördert der gesellschaftliche Rechtsruck vielleicht aber auch die Entstehung neuer Handlungs­spielräume für die Selbst­ermächtigung und gleiche Teilhabe diskriminierter Gruppen jenseits paternalistischer Zugänge?

Impuls 1:
Miriam Aced
Center for Intersectional Justice (CIJ)

Impuls 2:
Julie Pascoet
European Network Against Racism (ENAR)

Moderation:
Cihan Sinanoglu
Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD)

Dieser Workshop findet in englischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung statt.

4) Crashkurs Realpolitik

Die Politik verankert Anti­diskriminierungs­gesetze und verstetigt sie. Wie kann zivil­gesellschaftliches Handeln gegen Diskriminierung in politisches Handeln übersetzt werden? Und wie wirkt der politische Diskurs umgekehrt auf dieses Engagement ein? Welche Orte des Austauschs und welche Formen der Zusammen­arbeit zwischen Behörden und Zivil­gesellschaft haben sich bewährt?

Impuls 1:
Farhad Dilmaghani
Vorsitzender von DeutschPlus e. V.

Impuls 2:
Katarina Niewiedzial
Integrationsbeauftragte in Berlin-Pankow

Moderation:
Paulina Fröhlich
Das Progressive Zentrum

Dieser Workshop findet in deutscher Sprache statt.

12:00 Uhr

Mittagspause

13:00 Uhr

Nachmittagsrunde: Parallele Workshops

Wiederholung der Workshops vom Vormittag
1) Strategic Litigation: Strategische Klagen im Bereich Antidiskriminierung
2) Impulse der LGBTI-Bewegung – Antidiskriminierung vernetzen
3) Antidiskriminierungsstrategien weiterdenken
4) Crashkurs Realpolitik

14:45 Uhr

Kaffeepause

15:00 Uhr

Kommentar: Wie geht es weiter?

Bernhard Franke
Stellvertretender Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Bundes

15:15 Uhr

Abschlussdiskussion

Gemeinsam für mehr Teilhabemöglichkeiten und Rechtsgleichheit: Nächste Schritte

Bernhard Franke
Stellvertretender Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Dr. Emilia Roig
Center for Intersectional Justice (CIJ)

Dr. Yasemin Shooman
Akademieprogramme des Jüdischen Museums Berlin

Moderation:
Dr. Dietmar Molthagen

Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Berlin

Die Abschlussdiskussion findet in englischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung statt.

16:00 Uhr

Ende der Fachtagung

Kooperationspartner

In Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Center for Intersectional Justice (CIJ).

Das Forum Berlin der Friedrich-Ebert-Stiftung

Zur Website

Center for Intersectional Justice

Zur Website (auf Englisch)

Was, wann, wo?

  • Wann 7. Jun 2018
  • Wo W. M. Blumenthal Akademie,
    Klaus Mangold Auditorium

    Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin
    (gegenüber dem Museum)

    Zum Lageplan
  • Eintritt

    frei

  • Anmeldung7. Juni:
    Die Veranstaltung ist ausgebucht. Restkarten sind eventuell an der Abendkasse erhältlich. Sie können die Veranstaltung auch im Livestream auf dieser Seite verfolgen.
    8. Juni: Anmeldung per Mail an: forum.aj@fes.de

    Hinweis Eröffnungsvortrag auf Englisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche, Podiumsdiskussion auf Deutsch und Englisch mit Simultanübersetzung

    Anmeldung für Journalist*innen Tel: +49 (0)30 25 993 419
    presse@jmberlin.de

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