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Un/Möglichkeiten
Perspektiven auf die Teilhabe von Geflüchteten

Fachtagung (mit Audio-Mitschnitt, auf Englisch und Deutsch)

Ausgehend von den Diskussionen um Flucht und Geflüchtete in Europa und Deutschland widmet sich die Tagung der Frage nach Teilhabechancen in einer pluralen Gesellschaft. Vor welchem historisch-politischen Hintergrund finden die aktuellen Debatten um Flucht und Migration statt? Wie werden Zugehörigkeiten verhandelt und wie spiegeln sich diese in den Möglichkeiten, aber auch Grenzen der Partizipation von Geflüchteten wider? Welche Strategien zur Ermöglichung von gesellschaftlicher, politischer und kultureller Teilhabe sind erforderlich? Und nicht zuletzt, welche Erwartungen an Partizipation haben Geflüchtete selbst?

Mitschnitt verfügbar

Übersichtsplan mit allen Gebäuden, die zum Jüdischen Museum Berlin gehören. Der Altbau ist grün markiert

Ort

Altbau 2. OG, Großer Saal
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Die Abendveranstaltung in den Räumen des Jüdischen Museums Berlin bildet den Auftakt der Fachtagung »Un/Möglichkeiten. Perspektiven auf die Teilhabe von Geflüchteten«, einer Kooperation der W. Michael Blumenthal Akademie des Jüdischen Museums Berlin und der Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Berlin.

Schriftzug „Un/Möglichkeiten“ auf Zebrastreifen

CC BY-NC 2.0, Victor Jolyot (Original verändert)

Audio-Mitschnitt der Keynote und der Podiumsdiskussion vom 29. März 2017 (in deutscher und englischer Sprache).
Jüdisches Museum Berlin 2017

Auftaktveranstaltung: Keynote und Podiumsdiskussion

Abstrakt der Keynote

The Current Crisis of Europe: Refugees, Colonialism, and the Limits of Cosmopolitanism von Gurminder K Bhambra

Das normative Bekenntnis zu einem weltoffenen, »kosmopolitischen« Europa, das das Vereinigungsprojekt untermauert, ist so bedroht wie nie zuvor. Dies zeigt sich vielleicht am deutlichsten in Europas kollektivem Versagen, auf die Krise für Geflüchtete zu reagieren. Während Menschen vor Krieg und Zerstörung fliehen, debattieren wir in Europa, ob es nicht vielleicht an der Zeit sei, unsere menschenrechtlichten Verpflichtungen aufzugeben. Frankreich ist im Ausnahmezustand, und das Vereinigte Königreich ist dabei, sich aus der EU und deren Institutionen (einschließlich der Europäischen Menschenrechtskonvention) zurückzuziehen. Bedenken wurden laut gegen die finanziellen und sozialen Belastungen, die uns von jenen aufgebürdet würden, die wir als Andere ansehen, scheinbar mahnt allein der Papst als einsame öffentliche Stimme Europas, sich an seine Traditionen der Gastfreundschaft zu erinnern. In meinem Vortrag diskutiere ich die wachsende Distanz zwischen Anspruch und Praxis des europäischen Kosmopolitismus, dessen Wurzeln in unserer gemeinsamen kolonialen Vergangenheit und die Implikationen für die Zukunft.

Gurminder K Bhambra

Gurminder K Bhambra ist Professorin für Soziologie an der University of Warwick, UK, sowie Gastprofessorin für Soziologie und Geschichte am Centre for Concurrences in Colonial and Postcolonial Studies an der Linnaeus Universität in Schweden. Sie ist Autorin von Rethinking Modernity (Palgrave) und Connected Sociologies (Bloomsbury) und schreibt über historische Soziologie, Staatsbürgerschaft und das weiterhin wirkmächtige Erbe der kolonialen Moderne.

Programm der Fachtagung

Bitte beachten Sie, dass die beiden Tagungstage an zwei unterschiedlichen Veranstaltungsorten stattfinden!

Mittwoch, 29. März 2017

Tagungsort: Jüdisches Museum Berlin, Lindenstr. 9 – 14,10969 Berlin, Albau 2. OG, Großer Saal
19 Uhr

Begrüßung

Serpil Polat, Akademieprogramme, Jüdisches Museum Berlin

19:15 Uhr

Keynote

The Current Crisis of Europe: Refugees, Colonialism, and the Limits of Cosmopolitanism

Prof. Dr. Gurminder K Bhambra, University of Warwick, UK

Die Keynote wird auf Englisch mit deutscher Simultanübersetzung gehalten.

19:45 Uhr

Podiumsdiskussion

Europa für alle – eine un/mögliche Vision?

Prof. Dr. Gurminder K Bhambra, University of Warwick, UK

Petra Köpping, MdL, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration

Prof. Dr. Manuela Bojadžijev, Leuphana Universität Lüneburg/Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM), HU Berlin

Rex Osa, Refugees4Refugees

Moderation
Andrea Dernbach, Der Tagesspiegel

Die Podiumsdiskussion findet in englischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung statt.

21 Uhr

Ausklang bei einem Empfang

Donnerstag, 30. März 2017

Tagungsort: Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 17, Haus 1, 10785 Berlin
10:30 Uhr

Begrüßung

Felix Eikenberg, Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Berlin

10:45 Uhr

Talkrunde

Geflüchtete in Deutschland – Teil haben, Teil sein!

Die erste Phase des Ankommens ist für die meisten Geflüchteten abgeschlossen. Aktuell stellt sich die Frage, wie politische, kulturelle und soziale Teilhabe gelingen kann. Welche erfolgreichen Praxisbeispiele gibt es dafür, welche Hürden existieren? Wo liegt der politische Handlungsbedarf, damit Geflüchtete nicht zum Objekt werden, sondern selbstverständlicher und aktiver Teil der Gesellschaft?

Staatsministerin Aydan Özoğuz, MdB, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration

Prof. Dr. Carmen Mörsch, Zürcher Hochschule der Künste

Eben Chu, Refugees Emancipation e. V.

Moderation
Dr. Dietmar Molthagen, Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Berlin

Dieses Plenum findet mit englisch/deutsch/arabischer Übersetzung statt.

11:30 Uhr

Kleingruppengespräche und Diskussion mit dem Plenum

12:15 Uhr

Mittagspause

13:15 Uhr

Parallele Foren

Forum 1
Repräsentation in den Medien

Wie werden Geflüchtete in deutschen (und europäischen) Medien dargestellt? Welche positiven und negativen Stereotype existieren? Kommen auch Geflüchtete selbst zu Wort und falls ja, in welcher Eigenschaft?

Leitung
Dr. Chadi Bahouth, Neue Deutsche Medienmacher

Dieses Forum findet in deutscher Sprache statt.

Forum 2
Helfen zwischen Solidarität und Paternalismus

Millionen von ehrenamtlichen Helfer*innen unterstützen Geflüchtete und liefern dadurch ein beeindruckendes Bild von gesellschaftlichem Engagement. Doch ist gut gemeint auch immer gut gemacht? Welche Erwartungen haben Unterstützende und Unterstützte aneinander? Erhalten Geflüchtete die Unterstützung, die sie am meisten benötigen und wo lauert die Gefahr des Paternalismus?

Leitung
Felix Eikenberg, Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Berlin

Diskutant*innen
Thomas M. Ochieng, Flüchtlingsansprechpartner und Medienproduzent

Bernd Schüler, Projektleiter »Ankommenspatenschaften«, Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e. V. (bagfa)

Dieses Plenum findet mit englisch/deutsch/arabischer Übersetzung statt.

Forum 3
Political Participation at Local Level

This forum will investigate the relationship between civil society and local government. How are political spaces created where responses can be jointly formulated to the needs and concerns of newcomers and long-established communities alike in our rapidly changing demographics? What are the main ingredients for effective strategies for political participation? How can civil society organisations and local city administrations gain trust and respect for each other?

Chair
Klaus Dik Nielsen, Advocate on Inclusion

Discussants
Dr. Abdulkadir Osman Farah, AarhuSomali, Denmark

Lena Haddenhorst, Fachstelle Inklusion der Stadt Oldenburg

Dieses Forum findet in englischer Sprache statt.

15:15 Uhr

Kaffeepause

15:45 Uhr

Was ist eigentlich diese Integration?

Firas Alshater, Comedian und Autor

16 Uhr

Aschluss-Fishbowl

Chancen, Grenzen, Ambivalenzen: Welche Teilhabemöglichkeiten haben Geflüchtete?

Kommentierung des Fachtags von verschiedenen Beobachter*innen und anschließende Diskussion mit:

Khalid Alaboud, Journalist, Amal, Berlin!

Eben Chu, Refugees Emancipation e. V.

Sharmila Hashimi, Journalistin, Amal, Berlin!

Moderation
Dr. Chadi Bahouth, Neue Deutsche Medienmacher

Dieses Plenum findet mit englisch/deutsch/arabischer Übersetzung statt

17 Uhr

Ende

Was, wann, wo?

  • Wann 29. Mär 2017
    30. Mär 2017
  • Wo Altbau 2. OG, Großer Saal

    Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

    Zum Lageplan
  • Eintritt

    frei

  • Anmeldungforum.aj@fes.de
    Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie an beiden Tagen der Veranstaltung oder nur am 29. März bzw. am 30. März teilnehmen möchten.

    Anmeldung für Journalist*innen Tel: +49 (0)30 25 993 419
    presse@jmberlin.de

    HinweisKeynote in englischer Sprache mit Simultanübersetzung ins Deutsche, Podiumsdiskussion deutsch/englisch mit Simultanübersetzung

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